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CRM 4.2/5Kostenlos (Basis), ab 18€/M (Starter) 12 Minuten
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HubSpot CRM: Kostenlos aber gut genug?

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HubSpot CRM kostenlose Version Bewertung für KMU

HubSpot CRM: Kostenlos aber gut genug?

Quick-Info-Box

Kriterium Details
Anbieter HubSpot, Inc. (Cambridge, USA)
Kategorie CRM-Software
Zielgruppe KMU, Startups, wachsende Vertriebsteams
Preismodell Freemium + Abo (monatlich/jährlich)
Preis ab 0 € (Free), 18 €/Monat (Starter)
Kostenlos testen Ja, Free-Version dauerhaft nutzbar
DSGVO-konform Ja (EU-Rechenzentren verfügbar)
Bewertung 4.2 / 5

Kurzfazit

HubSpot CRM gehört zu den besten Einstiegs-CRMs auf dem Markt. Die kostenlose Version bietet einen überraschend großen Funktionsumfang, der für kleine Teams und Startups oft ausreicht. Die Benutzerfreundlichkeit ist branchenweit führend, und das Ökosystem aus Marketing-, Vertriebs- und Service-Tools ist beeindruckend. Allerdings sollten Sie den drastischen Preissprung vom Starter- zum Professional-Tarif kennen, bevor Sie sich langfristig binden. Wer über die Basisversion hinauswächst, zahlt schnell vierstellige Beträge pro Monat.

Über HubSpot

HubSpot wurde 2006 von Brian Halligan und Dharmesh Shah am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet. Das Unternehmen hat den Begriff "Inbound Marketing" maßgeblich geprägt und sich von einer reinen Marketing-Plattform zu einer umfassenden CRM-Suite entwickelt. Seit 2014 ist HubSpot an der New Yorker Börse notiert (NYSE: HUBS) und beschäftigt weltweit über 7.000 Mitarbeiter.

Das CRM wurde 2014 als kostenloses Produkt eingeführt -- ein strategischer Schachzug, der HubSpot eine enorme Nutzerbasis beschert hat. Heute nutzen über 200.000 Unternehmen in mehr als 120 Ländern die Plattform. In Deutschland hat HubSpot in den letzten Jahren erheblich an Marktanteilen gewonnen, insbesondere bei KMU und Startups, die eine moderne Alternative zu traditionellen CRM-Systemen suchen.

Die Strategie dahinter ist klar: HubSpot lockt Unternehmen mit einem großzügigen kostenlosen CRM und setzt darauf, dass wachsende Teams früher oder später kostenpflichtige Funktionen benötigen. Dieses Modell funktioniert -- allerdings sollten Sie als Entscheider genau verstehen, wo die Grenzen der Free-Version liegen und was der Umstieg auf einen Bezahltarif wirklich kostet.

Funktionsumfang

Kernfunktionen

Kontaktmanagement (4.5/5) Das Herzstück von HubSpot CRM ist die Kontaktdatenbank. Bereits in der kostenlosen Version können Sie bis zu 1.000.000 Kontakte speichern -- ohne Limit bei der Anzahl der Nutzer. Jeder Kontakt verfügt über eine detaillierte Timeline, die E-Mails, Anrufe, Meetings, Notizen und Website-Aktivitäten chronologisch darstellt. HubSpot reichert Kontaktdaten automatisch mit öffentlich verfügbaren Informationen an (Unternehmensgröße, Branche, Social-Media-Profile). Diese Funktion funktioniert bei größeren Unternehmen zuverlässig, bei kleineren deutschen Firmen jedoch nur eingeschränkt.

Pipeline-Management (4.0/5) Sie können Ihre Vertriebspipeline visuell als Kanban-Board darstellen und Deals per Drag-and-Drop zwischen den Phasen verschieben. In der Free-Version ist allerdings nur eine einzige Pipeline möglich. Für Unternehmen mit mehreren Geschäftsbereichen oder Produktlinien ist das eine relevante Einschränkung. Ab dem Starter-Tarif sind bis zu zwei Pipelines verfügbar, ab Professional bis zu 15.

E-Mail-Integration (4.0/5) HubSpot lässt sich direkt mit Gmail und Outlook verbinden. Gesendete und empfangene E-Mails werden automatisch dem jeweiligen Kontakt zugeordnet. Die E-Mail-Tracking-Funktion zeigt Ihnen in Echtzeit, wann ein Empfänger Ihre E-Mail geöffnet hat. In der kostenlosen Version ist das Tracking auf 200 Benachrichtigungen pro Monat begrenzt.

Aufgaben und Aktivitäten (3.5/5) Das Aufgabenmanagement ist funktional, aber nicht überragend. Sie können Aufgaben erstellen, Fristen setzen und sie Teammitgliedern zuweisen. Automatische Aufgabenerstellung basierend auf Trigger-Events (etwa: "Erstelle Follow-up-Aufgabe, wenn ein Deal 7 Tage in einer Phase stagniert") ist allerdings erst ab dem Professional-Tarif verfügbar. Das ist eine spürbare Lücke in den günstigeren Tarifen.

Reporting und Dashboards (3.5/5) Die Free-Version bietet vorgefertigte Standard-Dashboards, die einen Überblick über Pipeline, Aktivitäten und Teamleistung geben. Individuelle Reports und benutzerdefinierte Dashboards sind allerdings erst ab dem Starter-Tarif möglich, mit deutlich erweitertem Umfang ab Professional. Wer datengetrieben arbeiten möchte, stößt mit der kostenlosen Version schnell an Grenzen.

Zusatzfunktionen

Neben dem Kern-CRM bietet HubSpot in der kostenlosen Version einige bemerkenswerte Extras:

  • Meeting-Planer: Ermöglicht Interessenten, direkt Termine in Ihrem Kalender zu buchen. Synchronisiert sich mit Google Calendar und Office 365.
  • Live-Chat und Chatbot: Ein einfacher, aber funktionaler Chatbot für Ihre Website. In der Free-Version mit HubSpot-Branding.
  • Formulare: Erstellung von Web-Formularen zur Lead-Erfassung, ebenfalls mit HubSpot-Branding in der kostenlosen Version.
  • E-Mail-Marketing: Bis zu 2.000 E-Mails pro Monat in der Free-Version -- für viele kleine Unternehmen ausreichend.
  • Dokumente: Bis zu 5 Dokumente können mit Tracking hochgeladen und per Link geteilt werden.

Free vs. Paid: Die wichtigsten Unterschiede

Die kostenlose Version ist großzügig, aber HubSpot setzt an strategischen Stellen Grenzen:

  • HubSpot-Branding: Auf Formularen, Chatbots, E-Mails und Landing-Pages ist in der Free-Version das HubSpot-Logo sichtbar. Für professionelle B2B-Kommunikation ist das oft ein Problem.
  • Automatisierung: Echte Workflow-Automatisierung gibt es erst ab dem Professional-Tarif. Die Free- und Starter-Versionen bieten nur einfache Sequenzen.
  • Benutzerdefinierte Eigenschaften: In der Free-Version sind nur 10 benutzerdefinierte Kontakteigenschaften möglich, im Starter-Tarif 1.000.
  • Telefon-Support: Erst ab dem Starter-Tarif verfügbar. In der Free-Version gibt es nur Community-Foren.

Benutzerfreundlichkeit

HubSpot setzt in Sachen Benutzerfreundlichkeit den Branchenstandard -- und das ist keine Übertreibung. Die Oberfläche ist modern, aufgeräumt und intuitiv. Neue Nutzer finden sich in der Regel innerhalb weniger Stunden zurecht, ohne eine aufwendige Schulung zu benötigen. Das ist ein erheblicher Vorteil gegenüber Systemen wie Salesforce, die deutlich komplexer in der Einarbeitung sind.

Die Navigation ist logisch aufgebaut: Kontakte, Unternehmen, Deals und Tickets befinden sich in einer klaren Menüstruktur. Die Suche funktioniert zuverlässig und schnell. Die Mobile App (iOS und Android) bietet die wichtigsten Funktionen für unterwegs, darunter Kontaktansicht, Deal-Updates und Anrufprotokollierung.

Die HubSpot Academy, ein kostenloses Lernportal mit Video-Kursen und Zertifizierungen, ist hervorragend. Sie ist komplett kostenlos und bietet sowohl Einsteiger- als auch Fortgeschrittenen-Kurse. Allerdings sind die meisten Inhalte auf Englisch. Deutsche Ressourcen sind vorhanden, aber weniger umfangreich.

Einarbeitungszeit: Für die Grundfunktionen des CRM rechnen Sie mit ein bis zwei Tagen. Für die tiefere Konfiguration (benutzerdefinierte Pipelines, Eigenschaften, Automatisierungen) planen Sie ein bis zwei Wochen ein. Die Einrichtung der Marketing-Hub- oder Sales-Hub-Funktionen kann je nach Komplexität mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Integrationen und Schnittstellen

HubSpot bietet eines der umfangreichsten Integrations-Ökosysteme am CRM-Markt. Der HubSpot App Marketplace umfasst über 1.500 Integrationen, darunter:

Wichtige native Integrationen:

  • E-Mail: Gmail, Outlook, Office 365
  • Kommunikation: Slack, Microsoft Teams, Zoom
  • Buchhaltung: Datev (über Partner), Lexoffice, sevDesk
  • E-Commerce: Shopify, WooCommerce
  • Projektmanagement: Asana, Trello, Monday.com
  • Telefonie: Aircall, Placetel, Sipgate
  • Social Media: LinkedIn Sales Navigator, Facebook Ads, Google Ads

API und Entwickler-Tools: HubSpot bietet eine gut dokumentierte REST-API, die auch in der kostenlosen Version nutzbar ist -- allerdings mit einem Limit von 100 API-Aufrufen pro 10 Sekunden. Für die meisten KMU-Anwendungen ist das ausreichend. Zusätzlich gibt es offizielle Client-Libraries für PHP, Node.js, Python und Ruby.

Für den deutschen Markt relevant: Die Integration mit deutschen Tools wie Datev, Lexoffice oder sevDesk ist möglich, aber zum Teil nur über Drittanbieter-Konnektoren oder die genannten Partner-Integrationen. Hier sind Lösungen wie Pipedrive oder CentralStation CRM teilweise besser aufgestellt, da sie nativ auf den DACH-Markt ausgerichtet sind.

Preise und Tarife

Hier liegt der größte Kritikpunkt an HubSpot: die Preisstruktur. Die Free-Version ist großzügig, der Starter-Tarif fair -- aber dann folgt ein Preissprung, der viele KMU überrascht.

Free (0 €)

  • Bis zu 1.000.000 Kontakte
  • Unbegrenzte Nutzer
  • Eine Deal-Pipeline
  • E-Mail-Tracking (200 Benachrichtigungen/Monat)
  • Meeting-Planer (1 persönlicher Link)
  • Live-Chat mit HubSpot-Branding
  • Basis-Reporting
  • Bis zu 2.000 Marketing-E-Mails/Monat

Starter (ab 18 €/Monat)

  • Alles aus Free, plus:
  • Kein HubSpot-Branding auf Formularen und E-Mails
  • Bis zu 2 Deal-Pipelines
  • E-Mail-Tracking ohne Begrenzung
  • 1.000 benutzerdefinierte Eigenschaften
  • Einfache Automatisierung (Sequenzen)
  • E-Mail- und In-App-Chat-Support
  • Preis gilt für 2 Nutzer, jeder weitere ab 9 €/Monat

Professional (ab 441 €/Monat)

  • Alles aus Starter, plus:
  • Bis zu 15 Deal-Pipelines
  • Workflow-Automatisierung (bis zu 300 Workflows)
  • Erweiterte Reports und Dashboards (bis zu 25)
  • Teams und Berechtigungen
  • Forecasting und Umsatzprognosen
  • Telefonische Akquise-Tools
  • Pflicht-Onboarding: einmalig 1.470 €
  • Preis gilt für 5 Nutzer, jeder weitere ab 45 €/Monat

Enterprise (ab 1.470 €/Monat)

  • Alles aus Professional, plus:
  • Benutzerdefinierte Objekte
  • Predictive Lead Scoring
  • Erweiterte Berechtigungen
  • Sandboxes und Playbooks
  • Pflicht-Onboarding: einmalig 3.420 €
  • Preis gilt für 10 Nutzer

Kritischer Hinweis: Der Sprung von Starter (18 €/Monat) zu Professional (441 €/Monat) ist enorm. Faktor 24. Dazu kommt ein verpflichtendes Onboarding für knapp 1.500 €. Viele KMU unterschätzen diesen Sprung, wenn sie mit der Free-Version starten. Prüfen Sie frühzeitig, ob Ihre Anforderungen langfristig in den Starter-Tarif passen, oder ob Sie mittelfristig Professional benötigen -- und ob das Budget das hergibt.

Weitere Kostenfallen:

  • Bei Jahresverträgen erhalten Sie Rabatte, sind aber 12 Monate gebunden.
  • Zusätzliche Kontakte über die im Tarif enthaltene Anzahl hinaus kosten extra (Marketing Hub).
  • Add-ons wie zusätzliche Reporting-Dashboards oder API-Limits verursachen Zusatzkosten.
  • Die einzelnen "Hubs" (Marketing, Sales, Service, CMS, Operations) werden separat berechnet. Ein Unternehmen, das alle benötigt, zahlt schnell fünfstellige Jahresbeträge.

Support und Service

Free-Version: Kein direkter Support. Sie sind auf die Community-Foren, die Knowledge Base und die HubSpot Academy angewiesen. Die Knowledge Base ist umfangreich und gut strukturiert, die Community aktiv. Für einfache Fragen reicht das oft aus.

Starter: E-Mail- und In-App-Chat-Support. Die Reaktionszeit liegt erfahrungsgemäß bei wenigen Stunden während der Geschäftszeiten. Der Support ist in der Regel kompetent und freundlich, allerdings nicht immer auf Deutsch verfügbar.

Professional und Enterprise: Telefon-Support mit dediziertem Ansprechpartner (ab Enterprise). Hier steigt die Qualität deutlich. Zusätzlich bietet HubSpot kostenpflichtige Beratungspakete und ein umfangreiches Partnernetzwerk mit zertifizierten Agenturen, die bei Implementierung, Migration und Optimierung unterstützen.

Deutscher Support: HubSpot hat ein Büro in Berlin und bietet grundsätzlich deutschsprachigen Support. Allerdings berichten Nutzer, dass bei komplexeren Anfragen gelegentlich auf englischsprachige Spezialisten verwiesen wird. Für Unternehmen, bei denen ausschließlich deutschsprachiger Support essenziell ist, kann das ein Punkt sein, den Sie bei der Entscheidung berücksichtigen sollten.

Stärken und Schwächen

Stärken

  1. Großzügige kostenlose Version: Die Free-Version von HubSpot ist die umfangreichste am Markt. Kein anderer CRM-Anbieter bietet in der kostenlosen Version so viele Funktionen bei gleichzeitig unbegrenzter Nutzerzahl.

  2. Herausragende Benutzerfreundlichkeit: Die Oberfläche ist intuitiv, modern und schnell erlernbar. Teams arbeiten sich deutlich schneller ein als bei Salesforce, Microsoft Dynamics oder Zoho CRM. Das spart reale Schulungskosten.

  3. All-in-One-Plattform: Wer Marketing, Vertrieb, Service und CMS aus einer Hand möchte, findet bei HubSpot ein nahtlos integriertes Ökosystem. Daten fließen zwischen den Modulen ohne Medienbrüche.

  4. Starkes Integrations-Ökosystem: Über 1.500 Apps im Marketplace und eine gut dokumentierte API sorgen dafür, dass HubSpot sich in fast jede bestehende Tool-Landschaft einfügen lässt.

  5. Exzellente Lerninhalte: Die HubSpot Academy bietet kostenlose Zertifizierungen und Kurse auf hohem Niveau. Für die Weiterbildung von Marketing- und Vertriebsteams ist das ein echtes Asset.

Schwächen

  1. Extremer Preissprung zu Professional: Der Faktor 24 zwischen Starter und Professional ist der größte Kritikpunkt. Viele KMU wachsen aus dem Starter-Tarif heraus und stehen dann vor einer schmerzhaften Entscheidung: entweder deutlich mehr bezahlen oder das System wechseln.

  2. Aggressive Upselling-Taktiken: HubSpot zeigt regelmäßig Upgrade-Hinweise in der Oberfläche an und schränkt Funktionen gezielt ein, um den Wechsel zu Bezahltarifen zu forcieren. Das kann im Arbeitsalltag nerven.

  3. Eingeschränkte Anpassbarkeit in günstigen Tarifen: Benutzerdefinierte Objekte, erweiterte Workflows und detaillierte Berechtigungen gibt es erst in den teuren Tarifen. Für Unternehmen mit speziellen Prozessen kann das ein Problem sein.

  4. Hub-Struktur fragmentiert die Kosten: Marketing Hub, Sales Hub, Service Hub, CMS Hub und Operations Hub werden einzeln berechnet. Wer die volle Plattform nutzen will, zahlt nicht einmal, sondern fünfmal. Die "CRM Suite"-Bundles bieten Rabatte, bleiben aber kostspielig.

  5. DACH-Markt nicht erste Priorität: Obwohl HubSpot in Deutschland wächst, sind einige Funktionen und Integrationen primär auf den US-Markt ausgerichtet. Deutsche Buchhaltungsschnittstellen, DSGVO-Workflows und deutschsprachige Support-Ressourcen sind vorhanden, aber nicht so tief integriert wie bei lokalen Anbietern.

Für wen geeignet -- und für wen nicht

Gut geeignet für:

  • Startups und Gründer: Die kostenlose Version bietet alles, was ein junges Unternehmen für den Einstieg braucht. Kein anderes CRM bietet so viel für null Euro.
  • Kleine Vertriebsteams (2-10 Personen): Der Starter-Tarif bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für überschaubare Teams mit standardisierten Vertriebsprozessen.
  • Marketing-orientierte Unternehmen: Wenn Inbound-Marketing ein zentraler Kanal ist, spielt HubSpot seine Stärken aus. Die Verbindung von CRM, Content-Marketing und Lead-Management ist nahtlos.
  • Unternehmen, die skalieren wollen: HubSpot wächst mit. Vom Ein-Personen-Startup bis zum mittelgroßen Unternehmen mit 200 Mitarbeitern deckt die Plattform die Anforderungen ab -- vorausgesetzt, das Budget wächst mit.

Weniger geeignet für:

  • Preissensible KMU mit komplexen Anforderungen: Wenn Sie Automatisierungen, mehrere Pipelines und erweiterte Reports benötigen, aber kein Budget für den Professional-Tarif haben, stoßen Sie schnell an Grenzen.
  • Unternehmen mit sehr spezifischen Branchenprozessen: HubSpot ist ein Generalist. Wenn Sie ein CRM für Immobilien, Handwerk oder Fertigung mit branchenspezifischen Feldern und Workflows brauchen, sind spezialisierte Lösungen oft besser.
  • Unternehmen, die Wert auf rein deutschen Support und Datenhaltung legen: Obwohl EU-Rechenzentren verfügbar sind, ist HubSpot ein US-amerikanisches Unternehmen. Für Organisationen mit strengen Compliance-Anforderungen kann das ein Ausschlusskriterium sein.
  • Große Vertriebsteams mit komplexen Hierarchien: Ab 50+ Nutzern mit differenzierten Berechtigungen und Territories wird HubSpot teuer und stößt funktional an Grenzen, die Salesforce oder Microsoft Dynamics besser abdecken.

Alternativen zu HubSpot CRM

Salesforce Sales Cloud

Der Marktführer für Enterprise-CRM bietet maximale Flexibilität und Anpassbarkeit, ist aber deutlich komplexer und teurer als HubSpot. Ab 25 €/Nutzer/Monat. Sinnvoll für Unternehmen, die ein hochgradig konfigurierbares System mit maximaler Skalierbarkeit benötigen.

Pipedrive

Ein schlankes, vertriebsfokussiertes CRM mit einer ähnlich guten Benutzerfreundlichkeit wie HubSpot. Ab 14 €/Nutzer/Monat. Keine kostenlose Version, aber dafür eine transparentere Preisstruktur ohne die extremen Preissprünge. Besonders empfehlenswert für reine Vertriebsteams.

Zoho CRM

Bietet einen vergleichbaren Funktionsumfang wie HubSpot, aber zu deutlich niedrigeren Preisen. Ab 14 €/Nutzer/Monat. Die Benutzeroberfläche ist weniger elegant als bei HubSpot, dafür ist die Anpassbarkeit in den günstigeren Tarifen besser. Interessant für kostenbewusste KMU mit technischer Affinität.

CentralStation CRM

Ein deutsches CRM, das speziell für kleine Unternehmen und Selbstständige entwickelt wurde. Ab 18 €/Monat. Deutlich geringerer Funktionsumfang als HubSpot, dafür DSGVO-konform aus Köln, ausschließlich deutschsprachig und erfrischend simpel. Für Teams bis 10 Personen mit einfachen Anforderungen eine solide Wahl.

Fazit und Bewertung

HubSpot CRM verdient seine Position als eines der meistgenutzten CRM-Systeme weltweit. Die kostenlose Version ist ein ehrliches Angebot, das kleinen Teams und Startups einen professionellen Einstieg in die CRM-Welt ermöglicht. Die Benutzerfreundlichkeit ist herausragend, das Integrations-Ökosystem umfangreich und die Lernressourcen erstklassig.

Die Kehrseite: HubSpot ist ein Unternehmen, das mit wachsenden Kunden Geld verdient. Der Preissprung vom Starter- zum Professional-Tarif ist der größte Wermutstropfen. Wer nicht aufpasst, sitzt in einer komfortablen, aber teuren Abhängigkeit. Die Hub-Struktur mit separater Abrechnung für Marketing, Sales, Service und Co. macht die Gesamtkosten schwer kalkulierbar.

Unsere Empfehlung: Starten Sie mit der kostenlosen Version und testen Sie, ob HubSpot zu Ihren Prozessen passt. Planen Sie Ihr Budget aber realistisch: Wenn Sie absehen können, dass Sie innerhalb von ein bis zwei Jahren über den Starter-Tarif hinauswachsen, rechnen Sie den Professional-Tarif von Anfang an in Ihre Kalkulation ein. Und vergleichen Sie ehrlich mit Alternativen wie Pipedrive oder Zoho, bevor Sie sich langfristig binden.

Gesamtbewertung: 4.2 / 5

Kriterium Bewertung
Funktionsumfang 4.0 / 5
Benutzerfreundlichkeit 4.8 / 5
Preis-Leistung 3.5 / 5
Integrationen 4.5 / 5
Support 3.8 / 5
DSGVO-Konformität 4.0 / 5
Gesamt 4.2 / 5

FAQ

Ist HubSpot CRM wirklich dauerhaft kostenlos?

Ja, die Free-Version von HubSpot CRM ist ohne zeitliche Begrenzung kostenlos nutzbar. Es handelt sich nicht um eine Testversion, sondern um ein dauerhaftes Angebot. Sie können eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern anlegen und bis zu 1.000.000 Kontakte verwalten. Die Einschränkungen betreffen den Funktionsumfang (z. B. nur eine Pipeline, HubSpot-Branding, eingeschränktes Reporting), nicht die Nutzungsdauer.

Ist HubSpot DSGVO-konform?

HubSpot bietet die notwendigen Werkzeuge für einen DSGVO-konformen Einsatz: Einwilligungsverwaltung, Löschanfragen-Management, Datenverarbeitungsvertrag (DPA) und seit 2022 die Möglichkeit, Daten in EU-Rechenzentren (Deutschland) zu hosten. Allerdings liegt die Verantwortung für die korrekte Konfiguration bei Ihnen. HubSpot stellt die Werkzeuge bereit, die DSGVO-konforme Nutzung müssen Sie selbst sicherstellen -- idealerweise mit Unterstützung Ihres Datenschutzbeauftragten.

Lohnt sich der Upgrade von Free auf Starter?

Für die meisten wachsenden Teams ja. Die wichtigsten Vorteile des Starter-Tarifs sind das Entfernen des HubSpot-Brandings (relevant für die professionelle Außenwirkung), unbegrenztes E-Mail-Tracking und der Zugang zu E-Mail- und Chat-Support. Bei 18 Euro pro Monat für zwei Nutzer ist das Preis-Leistungs-Verhältnis fair. Prüfen Sie jedoch vorher, ob Ihre tatsächlichen Anforderungen nicht bereits den Professional-Tarif erfordern, um den doppelten Kostensprung zu vermeiden.

Kann ich Daten aus einem anderen CRM zu HubSpot migrieren?

Ja, HubSpot bietet einen Import-Assistenten, der CSV-Dateien verarbeiten kann. Für die Migration aus gängigen Systemen wie Salesforce gibt es einen dedizierten Migrations-Assistenten. Bei komplexeren Migrationen (mit Verlaufshistorie, Aktivitäten, Anhängen) empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem HubSpot-Partner. Beachten Sie, dass die kostenlose Version Einschränkungen bei benutzerdefinierten Eigenschaften hat -- prüfen Sie vor der Migration, ob alle Ihre Datenfelder abbildbar sind.

Was passiert, wenn ich mein HubSpot-Abo kündige?

Bei einer Kündigung eines Bezahltarifs wird Ihr Account auf die kostenlose Version zurückgestuft. Ihre Daten bleiben erhalten, aber Sie verlieren den Zugriff auf Funktionen, die nur in Bezahltarifen verfügbar sind. Das betrifft unter anderem erstellte Workflows, benutzerdefinierte Reports und zusätzliche Pipelines. Beachten Sie, dass bei Jahresverträgen eine vorzeitige Kündigung in der Regel nicht möglich ist und die verbleibenden Monatsraten fällig werden. Planen Sie einen möglichen Ausstieg also rechtzeitig.

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Hinweis: Alle Reviews basieren auf eigener Recherche. SmartKanal erhält keine Vergütung von Tool-Anbietern.
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